Anwälte für Schuldbetreibung- und Konkursrecht

SCHKG IN DER SCHWEIZ

SchKG ist die Schweizer Abkürzung für das Schulbetreibungsrecht und das Konkursrecht, welches in der Schweiz im Bundesgesetz vom 11. April 1889 über Schuldbetreibung und Konkurs geregelt ist. Die Tatsache, dass es sich hierbei um eines der ältesten, noch in Kraft befindlichen Bundesgesetze der Eidgenossenschaft handelt, zeigt, welches Gewicht die Durchsetzbarkeit von Forderungen und die Zwangsvollstreckung für das Funktionieren eines Rechtsstaates haben.

Mit dem materiellen Urteil kann der Richter lediglich festlegen, dass eine gewisse Summe geschuldet ist, der Rechtssuchende hat jedoch keinen direkten Zugriff auf das ihm richterlich zugesprochene Vermögen. Erst im SchKG-Verfahren kann der Gläubiger mit Hilfe des Staates seine Forderung beim Schuldner eintreiben. In der Regel muss er hierfür vorgängig eine Betreibung auf Pfändung oder Konkurs einleiten.

Auch der Arrest ist in der Schweiz im SchKG geregelt. Mit diesem Instrument erhält der Gläubiger die Möglichkeit, das Vermögen des Schuldners vorübergehend zu blockieren, um sicherzustellen, dass die Durchsetzung seiner Forderung nicht durch Entzug der Geldmittel gefährdet wird.

DIE BETREIBUNG IN DER SCHWEIZ

Zur Eintreibung von Schulden sieht das Schweizer Recht ein weltweit einzigartiges System vor. Jede Person, die von einer anderen Person mit Wohnsitz oder Geschäftssitz in der Schweiz eine Geldforderung einziehen will, kann mittels Zahlungsbefehl die Einforderung durch den Staat verlangen. Anders als in anderen Ländern ist hierfür im ersten Schritt keinerlei Glaubhaftmachung der Forderung nötig, geschweige denn ein vorgängiges Urteil oder ein Vertrag. Dieser Umstand führt oft dazu, dass sowohl Private als auch Unternehmungen sich gegen ungerechtfertigte Ansprüche zur Wehr setzen müssen. Dies können sie, indem sie gegen den Zahlungsbefehl Rechtsvorschlag erheben.

Der Gläubiger kann seinerseits den Rechtsvorschlag beseitigen lassen, wenn er einen definitiven oder provisorischen Rechtsöffnungstitel in Händen hält. In den Fällen, in welchen der Gläubiger die Forderung nicht mittels Rechtsöffnungstitel belegen kann, muss er seinen Anspruch in einem materiellen Verfahren vor den ordentlichen Gerichten beweisen und ein Urteil erstreiten.

Für viele Private aber auch für Firmen ist das SchKG-Verfahren ein Buch mit sieben Siegeln. Insbesondere Klienten aus dem Ausland finden sich in den Schweizerischen Spezialitäten des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts nur schwer zu Recht. Sowohl als Berater als auch zur Vertretung vor Gerichten und Behörden, stehen Ihnen die Anwältinnen und Anwälte des Netzwerks LawLand in allen Kantonen der Deutschschweiz zur Verfügung.

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